Architektur neu erzählen
Metagate untersucht weiter das Potenzial von Mixed Reality, um komplexe Inhalte intuitiv und ansprechend zugänglich zu machen.
Für die Fondazione Pasquinelli, die vom 14. bis 24. April die Ausstellung „Der Architekt Enrico Peressutti und seine Künstlerfreunde“ zeigt, widmete Metagate der Torre Velasca ein immersives Erlebnis.
Grundlage sind zwei zentrale 3D-Modelle: die Karte des Mailänder Stadtzentrums und die Torre Velasca. Sie bilden eine dynamische narrative Sequenz auf Meta Quest 3.

Die Grafik stammt von Marco Petrus (Torre Velasca 2001).
Geführter Einstieg zwischen Raum und Erzählung
Nach dem Aufsetzen des Headsets befindet sich der Nutzer in einer klaren Umgebung. Ein Start-Panel eröffnet eine Sequenz, die schrittweise Engagement aufbaut.
Die Karte des Mailänder Zentrums materialisiert sich im Raum, begleitet von einer Einführung zur Torre Velasca. Bild und Ton vermitteln den Kontext unmittelbar.

Vom Stadtkontext zum architektonischen Fokus
Die Karte dreht sich langsam und lenkt die Aufmerksamkeit auf die Torre Velasca. Anschließend verkleinert sie sich und verschwindet, während die Torre selbst erscheint. Der Maßstab wechselt von der Stadtübersicht zum architektonischen Detail.

Interaktion und Vertiefung in Mixed Reality
Die Torre rotiert leicht und kann aus verschiedenen Perspektiven betrachtet werden. Danach erscheinen interaktive Infopunkte an wichtigen Teilen der Struktur.
Sie erklären unter anderem Materialien und Tragwerk, Höhe und Nutzung, den charakteristischen auskragenden Baukörper, Fenster und architektonische Verbindungen.
Durch Auswahl eines Infopunkts werden Bilder und erklärende Audios aktiviert. Technische Inhalte werden so zugänglich und zugleich informativ.

Mixed Reality als neue Sprache
Das Projekt zeigt, wie Mixed Reality auf Meta Quest Architektur, Kultur und Ort vermitteln kann. Nicht nur 3D-Modelle, sondern Audio, Animation und Interaktion bilden gemeinsam eine narrative Erfahrung.
Metagate positioniert sich damit als kreatives Labor, das komplexe Inhalte in immersive Erfahrungen übersetzt und Kulturerbe zugänglicher und verständlicher macht.
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Von Marco Pizzini