Im Juli 2025 wurde der historische Broletto di Novara dank Metagate und seiner Plattform OpenGate XR zum Schauplatz eines neuartigen Mixed-Reality-Erlebnisses. Anlässlich der von Marta Ballara, kuratierten Ausstellung Intermediazioni Cromatiche konnte das Publikum digitale und physische Kunstwerke in virtuellen Umgebungen erkunden, begleitet von interaktiven KI-Avataren auf Meta Quest 3.
OpenGate XR: Die Zukunft von Ausstellungen ist No-Code, zugänglich und immersiv
OpenGate XR wurde im Broletto erstmals live vorgestellt und ist Metagates No-Code-Plattform zur Erstellung von Mixed-Reality-Ausstellungen. Sie wurde für Meta Quest 3 entwickelt und ermöglicht:
- Bilder, Videos und 3D-Modelle direkt aus dem eigenen Konto in die Cloud hochzuladen
- Objekte per Hand-Tracking im realen Raum zu platzieren
- einen KI-Avatar zu personalisieren (Aussehen und Wissen), mit dem Besucher per Sprache interagieren können
- die Szene jederzeit zu speichern und wieder aufzurufen
- den Multiplayer-Modus zu aktivieren, um das Erlebnis gemeinsam mit anderen Nutzern zu erleben
Ein System für Museen, Schulen, Veranstaltungen und Kuratoren, die selbstständig immersive, ansprechende Ausstellungen ohne technische oder wirtschaftliche Hürden gestalten möchten.
Bei der Entwicklung eines kuratorischen Rundgangs macht OpenGate XR einerseits die Planung des Ausstellungsaufbaus flüssiger und einfacher. Andererseits ermöglicht es aus Sicht des Publikums eine Aktivierung des Kunstwerks: In seiner erweiterten, digitalisierten und interaktiven Form wird die Bedeutung des Werks verständlicher, weil Besucher damit interagieren können, statt es nur zu betrachten. Langfristig reduziert dies den Planungsaufwand für Fachleute und schafft einen zusätzlichen Anziehungspunkt, um neue Zielgruppen für Museen zu erreichen – durch immer attraktivere interaktive Formate.
Drei Mixed-Reality-Erlebnisse von Metagate
Drei MR-Umgebungen für eine Ausstellung im Wandel
Für Intermediazioni Cromatiche entwickelte Metagate drei Mixed-Reality-Erlebnisse, die als Kern eines erweiterbaren und ortsspezifischen Ausstellungsformats konzipiert wurden.
1. Cryptomadonne – Holy Club mit Beatrice Vigoni
Ein Pixel-Art-Projekt zur Marienfigur, kritisch und zeitgenössisch neu interpretiert. Die Besucher konnten in Echtzeit mit dem KI-Avatar der Künstlerin sprechen und über das Headset mit dem 3D-Modell der CryptoMadonna interagieren. Durch die Interaktion mit der Szene wurde das Publikum vom Zuschauer zum temporären Mitautor; dank des Multiplayer-Modus wurde dies in den Videos des Erlebnisses festgehalten.
2. OpenGate mit Andrea Barbara Romita
Eine individuell gestaltete MR-Szene, in der die Künstlerin ihre physischen Werke neben deren digitaler, über das Headset erkundbarer und interaktiver Version präsentierte. Auch ihr KI-Avatar trug zu einem immersiven und intuitiven Erlebnis bei. Das Nebeneinander von Materialität und 3D-Modell eröffnete zwei Betrachtungsebenen, ergänzt durch den KI-Avatar als Guide.
3. Unspoken Archives – Emanuele Dascanio
Eine digitale MR-Galerie, in der die Werke des Künstlers – insbesondere L.I.B.E.R.T.A.S. ist als Ordinal auch auf der Bitcoin-Blockchain zertifiziert – einen begehbaren Raum schaffen, der klassische Architektur, Web3, KI und Interaktivität verbindet. Zugänglichkeit bedeutet hier auch Transparenz und Nachverfolgbarkeit des digitalen Kunstwerks.
Ein immersives Kulturlabor
Mit OpenGate XR lassen sich dieselbe Ausstellung und ihr kuratorischer Rundgang flüssiger an unterschiedliche, gestaltbare Räume anpassen – ein wichtiger Fortschritt für Ausstellungen, Installationen und Wanderausstellungen, deren Aufbau kurzfristig an räumliche Anforderungen angepasst werden muss. Neben Planung und Rezeption können interaktive Ausstellungen durch eine zusätzliche Aktivität bereichert werden, die sie attraktiver und ansprechender macht: immersive Kulturlabore.
Damit bestätigt sich die Bedeutung von Workshops innerhalb des Museumserlebnisses als Strategie, ein aktives und beteiligtes Publikum anzusprechen. Künstlerische Aktivitäten sind ein wirkungsvolles Mittel, um die Auseinandersetzung mit Kunstwerken zu vertiefen, oberflächliche Interpretationen zu vermeiden und harmonische Beziehungen zwischen den Werken hervorzuheben. Ein Beispiel ist MetaBestiae, der Headset-Workshop des Künstlers Andrea Barbara Romita und Francesco Paolicelli.
Meta-Bestiae ist ein experimenteller Virtual-Reality-Malworkshop von Andrea Barbara Romita und Francesco Paolicelli.

Es handelt sich um ein immersives Live-Painting-Erlebnis, bei dem die Teilnehmer wie digitale Alchemisten eine fantastische Kreatur erschaffen und dabei Fantasie, Spiel und Technologie kombinieren. Mithilfe inspirierter Karten wählen sie:
- körperliche Merkmale (Formen, Texturen, tierische oder hybride Elemente)
- emotionale und spirituelle Eigenschaften
- einen Herkunftslebensraum (real oder imaginär)
Mit VR-Headsets modellieren und bemalen sie ihr eigenes Meta-Wesen in einem virtuellen 3D-Raum und verwandeln Gesten in Material und Farbe.
Am Ende des Workshops:
- nehmen sie den Laut der Kreatur auf,
- machen sie ein Foto mit dem Werk,
- tragen sie zu einem digitalen Meta-Bestiarium bei, einer wachsenden Sammlung, die
- Formen, Geschichten und Klänge der geschaffenen Kreaturen sammelt.
Das gesamte Projekt ist in eine fantastische Erzählung eingebettet: In der legendären Meta-Occult Citadel erschaffen die Alchemisten des Metaversums im geheimnisvollen Laboratorium Arcanum Bestiarum die Meta-Bestiae, indem sie Körperkarten, eine Geistkarte und eine Gebietskarte ziehen, die Form, Seele und Herkunft der Kreatur bestimmen.
Meta-Bestiae wird so zu einem partizipativen Kunsterlebnis, das die Möglichkeiten des Digitalen nicht als bloße Kopie der Realität versteht, sondern als generativen Raum, der Visionen, hybride Identitäten und neue Mythologien aufnehmen kann. In einer Zeit, in der die Grenze zwischen physisch und virtuell immer dünner wird, schlägt der Workshop eine Rückkehr zur Vorstellungskraft als grundlegenden Akt vor und zeigt, dass Kunst auch im Metaversum vor allem eine menschliche Geste bleibt.
Mit dem Live-Debüt von OpenGate XR und drei gemeinsam geschaffenen digitalen Umgebungen bekräftigt Metagate seine Mission: Mixed Reality als zugängliche Sprache für Kunst, Kultur und Bildung zu etablieren. Ein weiterer Schritt für ein Startup, das MR bereits zu Veranstaltungen wie AI Week, NFT Paris, Casa Sanremo, Videocittà, Atlas MEET und vielen weiteren nationalen und internationalen Stationen gebracht hat.
Metagate & Marta Ballara
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Von Marco Pizzini

